Übersicht über die Apps-Produktion (Apple / Adobe / Quark)

Der «Apps erstellen»-Boom ist ungebrochen. Zum Beispiel  finden heute (20. April) bei der SMI zwei Kurse statt beide sind ausgebucht und beide befassen sich mit dem Thema «Apps erstellen».

Zudem ist in unsere Familie der Apps-Kurse ein neuer Kurs (für QuarkXPress) hinzu gestossen.
Eine gute Gelegenheit also für eine kleine Übersicht, die wir bei neuen Erkenntnissen sofort aktualisieren werden.

SMI-Kurs Benötigte Software Dienste, um das App zu veröffentlichen Nächste Kursdaten
iPad-App entwickeln – Basis iPad-App entwickeln – Advanced Xcode 4.0.2 and
iOS SDK 4.3
Diese Software
bekommt man
kostenlos wenn man
einen «Developer»-Zugang
bei Apple hat.
Developer-Zugang bei Apple.
(Kosten pro Jahr: $99)
2.5.20117.6.2011

7.7.2011

 

Digital Publishing
für iPad
und Co.

(Mit InDesign aufs iPad)
InDesign CS 5
(oder höher)
Developer-Zugang bei Apple.
(Kosten pro Jahr: $99)
Adobe-Dienstleistung
für die Veröffentlichung
und das Tracking:

355 € pro Monat Plattformgebühr
+
Kosten pro Download
(ca. €0.16)

Diese Kosten sind immer für ein Jahr zu bezahlen: Total also 8260 Euro) pro Jahr. Dafür unbegrenzte Apps-Produktion (inkl. 25’000 Downloads).

9.5.2011 / 10.5.201116.6.2011 / 17.6.2011

14.7.2011 / 15.7.2011

Mit XPress aufs iPad!
Publishing 2.0 mit XPress 8
XPress 8.5(!) und
kostenlose iPad-
Publishing-Lösung
Ab Sommer wird mit
XPress 9.x die
Umwandlungs-Gebühr entfallen. Preise dann wahrscheinlich
ähnlich zu Version 8.5
Developer-Zugang bei Apple.
(Kosten pro Jahr: $99) 1. App erstellen: kostenlos
(2. App 370 €)
Jede Umwandlung 370 €
1 Ausgabe veröffentl. 270 € oder
12 Ausgaben veröffentl. 2849 €
29.4.2011

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Hier ein paar Berechnungsvarianten zum Vergleich QuarkXPress und Adobe InDesign:

InDesign,
1 App,
1 Ausgabe,
1000 Downloads,
1 Jahr
InDesign,
1 App,
12 Ausgaben, 12000 Downloads,
1 Jahr
InDesign,
3 Apps,
12 Ausgaben, 24000 Downloads,
1 Jahr
XPress 8.5,
1 App,
1 Ausgabe,
1000 Downloads
XPress 8.5,
1 App,
12 Ausgaben, 12000 Downloads
XPress 8.5,
3 Apps,
12 Ausgaben, 24000 Downloads
Einnahmen bei Apple
bei 2 € pro Download*
1400 16800 33600 1400 16800 33600
Umwandlung –370 –4400 –4400
Lizenz –279 –2849 –2849
Adobe-Dienst-Leistung –8260 –8260 –8260
2.+3. App –740
Apple Devel. –99 –99 –99 –99 –99 –99
Gewinn** –6959 8441 25241 652 9452 25512

Achtung: Alle Kostenfaktoren sind bei den Anbietern momentan noch in Bewegung • Nicht alle Posten sind von den Herstellern 100%-eindeutig definiert worden • Bei deutlich grösseren Szenarien muss vollkommen anders gerechnet werden • Keine Gewähr!

* Apple kassiert 30% Provision!
** Beim Gewinn sind Software- und Arbeitskosten nicht mit eingerechnet.
Alle Preise in diesem Beispiel sind in Euro gerechnet.

Grundtendenz: Wer nur mal das App-Geschäft testen möchte, für den ist der Beginn mit XPress deutlich günstiger.
Bei Auslieferung (Juli/August 2011) von QuarkXPress 9.x (mit App-Studio) wird sich wahrscheinlich das Preisgefüge abermals verändern.

Haben Sie Fragen zu unseren App-Kursen? Dann rufen Sie uns an: Tel. 062 745 90 13 oder info@smi.ch.
Hier finden Sie unsere Kurse: www.smi.ch

Categories: Apple Apps, Digital-Publishing, iPad, iPhone

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Comments

  • Agenturix
    20. April 2011 um 17:28 Antworten

    Schon spannend, wie viel besser Quark hier abschneidet. Für Agenturen rein aus der Preis-Sicht ist das sicher die bessere Wahl.
    Zumal bei Adobe der Vertrag ja zwischen Kunde und Adobe abgeschlossen werden muss. Die Agentur bleibt dabei außen vor!

  • Charles Wagner
    21. April 2011 um 7:41 Antworten

    Wir werden uns die Quark-Lösungen, um aufs Tablett zu kommen, genau anschauen.

    Unsere generelle Befürchtung war und ist:
    Das Tablet-Publishing stärkt (möglicherweise) die Grossen, Kleine können die Einstiegshürden nicht überspringen.

  • 21. April 2011 um 9:13 Antworten

    Ich denke, dass sich im Moment alle (Adobe, Quark und Apple) am «Finden» sind. Jeder will Geld verdienen (was ja auch legitim ist). Zudem müssen die Preis-Modelle auch auf regionale Möglichkeiten angepasst werden. Apps, die auf den US-Markt abzielen, dürften leicht höhere Download-Zahlen erreichen, als die Apps eines regionalen Schweizer KMU-Betriebes.

    Die Frage jetzt an die Dienstleister (Druckereien, Agenturen etc.): abwarten oder aufspringen auf den App-Zug?

    Einige warten auf günstigere Modelle und schauen, was sich auf dem Markt durchsetzt. Das Problem dabei: Wenn man dann die «optimale» Lösung hat, gibt es schon viele Anbieter (die jetzt aufspringen und schon Know-how und Erfahrung gesammelt haben).

    Unsere Apps-Kurse für InDesign sind seit Monaten immer komplett ausgebucht. Ein Indiz also, dass es doch viele gibt, die jetzt schon Know-how holen und jetzt schon Erfahrung sammeln, um im richtigen Zeitpunkt am Start zu sein.

  • 26. April 2011 um 9:50 Antworten

    Hallo,

    einige Sachen in obiger Rechnung sind mir noch unklar:

    – Warum ist die Umwandlung bei 3 Apps (Projekten) zu je 12 Ausgaben, nur bei 4.400 €? Ich komme bei insgesamt 36 Ausgaben/Umwandlungen auf 13.320 €.
    – Selbiges gilt für die Lizenz. Sollten es da nicht 36 Ausgaben sein?
    – Warum sind bei Quark keine Hosting-Gebühren berechnet? Da man das Hosting selbst übernehmen muss, kommt man schon mal gerne auf ca. 3.000 € Jahr. Absolut nicht zu vergessen!
    – Man sollte auch die Kosten für die Anschaffung der Software veranschlagen. Bei Adobe DPS könnte man die CS Std. nehmen. Bei Quark braucht man aber auch die CS Std. sowie XPress. Das sind auch zu respektierende Kosten.
    – Die Apple-Kosten liegen bei 79 €.

    Ich bin mir bewusst, dass die letzte Rechnung auf 3 Projekte mit 4 Ausgaben Pro Jahr hinausläuft. Allerdings ist diese Rechnung sehr ähnlich mit 1 Projekt zu 12 Ausgaben. Das schönt die Tabelle einfach zu Gunsten von XPress.

    Ich würde mich über eine reale Kostenaufstellung freuen.

    • Detlev Hagemann
      3. Mai 2011 um 10:13 Antworten

      Hallo,

      die Rechenmethode, die Sie anwenden, steht so nicht in der Tabelle:
      Einmal ergänzen Sie das Wort «je» bei den Ausgaben, bei den Download-Zahlen ergänzen Sie aber das Wort «je» nicht, was aus meiner Sicht dann folgerichtig wäre.

      Es geht uns keinesfalls darum, dass Quark im besseren Licht steht. Sondern es geht uns darum, dem «App-Starter-Kunden» mit der Tabelle die Tendenz zu zeigen, ab welcher Umsatzgröße im Apple-Store und welchen Faktoren der Preisunterschied zwischen der Adobe- und Quark-Lösung keine entscheidende Rolle mehr spielt.

      Weiterhin: Die Preissysteme für die Gross-App-Verkäufer (über 25’000 Downloads pro Jahr) sind meines Wissens bis jetzt nicht von Adobe und auch nicht von Quark so kommuniziert worden, dass daraus ein verständliches und transparentes Preissystem erkennbar wäre.

      Dass der Faktor «Hosting» keinen Eingang in unsere Aufstellung gefunden hatte, ist ein Fehler von uns, der in der nächsten Tabellenausgabe behoben wird. Für die maximal von uns avisierten 25’000 Downloads pro Jahr kennen wir allerdings nur noch wenige Provider, die sich diesen Dienst mit € 3’000.– pro Jahr vergolden lassen.

      Die Diskussionen um die Software-Kosten bei Adobe- und Quark-Installationen führen häufig genug in die Irre, da die Lizenzmodelle viel zu unterschiedlich sind. Etliche Verlage können darüber ein Klagelied anstimmen, etliche kleinere Betriebe fangen damit mittlerweile auch an.
      Deswegen haben wir diesen Kostenfaktor zwar angesprochen, aber bewusst nicht in die Aufstellung mit aufgenommen, denn die benutzten Lizenzmodelle für Publishing-Software sind von Betrieb zu Betrieb kaum vergleichbar.

  • 2. Mai 2011 um 19:17 Antworten

    Hallo,

    es freut mich, dass die Tabelle mit einer Notiz auf noch schwankende Preise und Strukturen der Hersteller ergänzt wurde. Es ist ansonsten sehr schwer eine genaue Kostenaufstellung zu machen.

    Ich möchte noch zu meinem vorigen Kommentar ergänzen, dass mittlerweile auch u.U. noch ein Gold Support von $1200 zu der Adobe Suite hinzukommt (ist seitens Adobe noch nicht 100%-ig entschieden).

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